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Historie der EZM Edelstahlzieherei Mark - Werk Wetter

 

   

 

 

Es begann 1906 mit dem „Stahlwerk Mark“

Der Grundstein für das „Stahlwerk Mark“ wurde 1906 gelegt. Gefertigt wurde anfangs Eisenguss, dann Stahlguss. Der Name stammte von der damaligen Grafschaft Mark, zu der der Ortsteil Wengern gehörte. Die Geschichte des Werks verlief wechselhaft. 1920 waren 200 Menschen beschäftigt, 1943 waren es 1.200. Das Stahlwerk hatte sich mit der Zeit zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region und zu einem existenziell wichtigen Arbeitgeber für die Menschen im weiten Umkreis entwickelt. Nach Ende des Krieges zählte die Belegschaft wieder über 600 Mitarbeiter. Zum Kundenkreis gehörten fast alle bedeutenden Anlagenbauer der Bundesrepublik, wie z.B. DEMAG, GHH, Klöckner Humboldt Deutz, MAN, SiEMAG. Trotzdem war der weitere Verlauf problematisch und endete im Konkurs. Nach der Zwangsversteigerung ging das Werk 1964 an das Gussstahlwerk Witten über.

       
Die Drahtzieher im Thyssen-Konzern


Etwa um 1965 wurde die Wittener Blankstahlfertigung nach Wengern verlegt, und in den 80er-Jahren war das Werk Witten, und damit auch Wengern, bereits Bestandteil der Thyssen Edelstahlwerke. Mit den Ziehereibetrieben in Krefeld bildete Wengern ab Mitte der 80er-Jahre die größte Edelstahlzieherei Europas. 1988 verließen monatlich 2.600 Tonnen Walzdraht und 3.200 Tonnen Blankstahl das Werk. Ab 1987 war der Ziehereibetrieb in Wengern Sitz der Spartenleitung Blankstahl der Thyssen Edelstahlwerke. Die weiteren Stationen bis zum Beginn der EZM-Ära: bis 30.9.1992 Thyssen Edelstahlwerke, bis 30.9.1994 Thyssen Draht, bis 30.9.1997 Edelstahlzieherei Mark. Durch ein Management-Buy-Out löste sich das Unternehmen von dem Thyssen-Konzern und firmiert seit dem 1.10.1997 als EZM Edelstahlzieherei Mark. Schlote rauchen heute nicht mehr im Werk in Wengern. Es gibt keine Schmelzöfen mehr, die Kaltverformung bestimmt die Fertigungsabläufe am grünen Strand der Ruhr. 
       

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